Wiesbaden

Chen-Taiji-Quan
& Soto-Zen

MIT JOCHEN & MARTINA & PETER

Stille im Sitzen.
Stille in Bewegung.

Kalligraphie Dō-Itzu

Jeden Dienstag · 19:00 Uhr

Taiji im Kurpark – zu kalt? Von wegen!

Kurpark Wiesbaden · direkt hinter dem Kurhaus an der Muschel →
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Die Freiheit, aus der Mitte zu geratenVom Autor vorgelesen · Eine neue Geschichte im Blog →
NEU

Stehende Säule — Dienstagmorgen 07:30 Uhr, online

Gemeinsam stehen, etwa 30 Minuten, live angeleitet. Ein ruhiger Anfang für den Tag. Zwischen Himmel und Erde.

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So wie ich stehe, so gehe ich
cháng — gewöhnlich, beständig, wiederkehrend

Vielleicht haben wir dem Gewöhnlichen Unrecht getan.

Das Gewöhnliche ist nicht nur das Unspektakuläre. Es ist auch das, was trägt, weil es wiederkehrt: der Atem, der Boden, der Körper, der nächste Schritt. Wir üben nicht, um außergewöhnlicher zu werden, sondern um zu bemerken, was wir im Gewöhnlichen übersehen.

Seit über 30 Jahren lehrt Jochen Köhler Chen-Taiji-Quan in Wiesbaden, heute gemeinsam mit Martina Lawatsch und Peter Reintgen. Verbunden mit dem WCTAG (World Chen Xiaowang Taijiquan Association Germany) und seit vielen Jahren in der Praxis des Soto-Zen verwurzelt.

Der Körper steht still
innen wird es weit
nichts muss geschehen

Chen-Taiji-Quan 陳式太極拳

Wahrnehmung vor Technik.

Chen-Taiji-Quan ist langsame, präzise Bewegung. Wir korrigieren nicht in erster Linie eine Form, wir bemerken, was wir tun, obwohl wir es gerade nicht brauchen: die Schulter, die hält, den Bauch, der sich festmacht, die Zehen, die sich in den Boden krallen, obwohl niemand versucht, uns wegzutragen.

Wir verändern uns nicht, indem wir sofort etwas hinzufügen. Wir verändern die Bedingungen und beobachten, ob eine andere Organisation möglich wird. Achse, Boden, Atem, Mitte.

Mitglied des WCTAG  ·  www.wctag.de

Logo der World Chen Xiaowang Taijiquan Association Germany (WCTAG)

站樁 ZHANG ZHUAN — DIE STEHENDE SÄULE

Großmeister Chen Xiaowang korrigiert Jochen

Der Übungsweg

Wir lernen immer mehr, um weniger unnötig tun zu müssen.

Äußerlich kommt auf diesem Weg immer wieder etwas hinzu: eine Bewegung, ein Schritt, ein Gerät, ein anderer Mensch. Innerlich weist er in die andere Richtung: weniger machen, weniger festhalten, weniger vorwegnehmen.

  1. 站樁01

    zhàn zhuāng

    Stehende Säule

    Was geschieht, wenn ich nichts hinzufüge? Äußerlich fast nichts, gerade deshalb wird erstaunlich viel sichtbar.

  2. 松02

    sōng

    Lösen

    Nicht schlaff werden, sondern unnötige Haltearbeit aussetzen lassen. Song schafft Verfügbarkeit.

  3. 丹田03

    dān tián

    Mitte

    Kein Geheimnis, das man finden muss. Eher etwas Gewöhnliches, so genau wahrgenommen, dass es eine neue Qualität bekommt.

  4. 纏絲功04

    chán sī gōng

    Seidenübung

    Die Säule beginnt sich zu bewegen. Zu viel Kraft zerreißt den Faden, zu wenig Verbindung ebenso.

  5. 一路05

    yī lù

    Yilu — die erste Form

    Mit Song in den Raum gehen. Die Form stellt dieselbe Frage immer wieder, nur in wechselnden Situationen.

  6. 劍 刀 棍06

    jiàn · dāo · gùn

    Schwert, Säbel, Stock

    Was kann ich aufnehmen, ohne mich dafür festmachen zu müssen? Genug Kontakt, um zu führen. Genug Durchlässigkeit, um geführt zu werden.

  7. 推手07

    tuī shǒu

    Tuishou

    Der andere Mensch kommt hinzu. Durchlässigkeit wird Beziehung und ich muss nicht für jede Grenze zuerst hart werden.

  8. 只管打坐08

    shikantaza

    Einfach sitzen

    Zazen ist eine Übung in sich. Sie dient nicht irgend etwas. Sie ist die Übung. 

Soto-Zen 坐禅

Sitzen. Einfach. Sitzen.

Im Zazen wird die Reduktion radikal. In der Stehenden Säule habe ich noch die Haltung der Arme, in der Form den Raum, im Tuishou einen Partner. Im Sitzen bleibt davon erstaunlich wenig übrig:只管打坐 Shikantaza — einfach nur sitzen.

Der Atem muss nicht besonders sein. Der Gedanke muss nicht verschwinden. Dieser Moment muss nirgendwohin führen, um wirklich zu sein. Das klingt einfach. Es ist einfach. Und genau deshalb kann es ein Leben lang dauern.

Termine

Wöchentliche Praxis

Wiederholung ist keine Rückkehr zum Gleichen. Die Form bleibt ähnlich genug, damit Unterschiede sichtbar werden können.

  • Dienstag07:30 – 08:00
    NEU!Stehende Säule – Zhan-Zhuang 太極站桩
    Online, live angeleitetDienstagmorgen stehen wir gemeinsam in der Stehenden Säule – etwa 30 Minuten, live angeleitet. Ein ruhiger Anfang für den Tag. Zwischen Himmel und Erde.einfach hier klicken und mitmachenSchnupperstunde
  • Dienstag19:00 – 20:30
    Chen-Taiji-Quan Yilu
    Kurpark Wiesbaden, direkt hinter dem Kurhaus an der MuschelSchnupperstunde
  • Mittwoch17:30 – 18:30
    NEU!Säbel-/Schwertform
    Facettenwerk, Hagenauer Str. 45, WiesbadenAb 9. September 2026 in der Halle des Facettenwerks.Schnupperstunde
  • Mittwoch18:30 – 19:30
    Chen-Taiji-Quan, Kompaktform
    Facettenwerk, Hagenauer Str. 45, Wiesbaden46er-/49er-Form. Ab 9. September 2026.Schnupperstunde
  • Donnerstag18:00 – 19:00
    Chan-Si-Gong & Zhan-Zhuang
    Walkmühle 4, WiesbadenSchnupperstunde
  • Donnerstag19:00 – 20:30
    Zazen — Soto-Zen
    Walkmühle 4, WiesbadenSchnupperstunde

Pop-Up-Sessions werden gesondert angekündigt.

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Herbst 202621.11.2026

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Kontakt

Komm vorbei.

Stell dich hin. Nicht besonders feierlich. Spüre den Boden und frage nur: Was tue ich gerade, das ich für diesen Moment vielleicht gar nicht brauche? Genau dort beginnt das Gewöhnliche wieder interessant zu werden.

Eine Probestunde ist nach Absprache möglich. Schreibe kurz, was dich interessiert — wir finden den passenden Einstieg.

Die Hände werden still
der Boden trägt schon lange
Abendlicht im Raum

Jochen Köhler

Kalligraphie Dō-Itzu — buddhistischer Name von Jochen Köhler道一津 · Dō-Itzu – der Eine, der den Weg geht

hallo@chen-taiji-wiesbaden.de

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